news

Studiengeflüster
25. Juni, Klanggerüst, 19 Uhr





Kultur flaniert
12. Juli 2015, facebook



aktuelle projekte

.kulturraumstudie
.dokumentation zur stadt




idee

Zu Recht ist die Situation unserer Städte viel diskutiert. Es geht alle etwas an, wenn Vorhaben gewohnte Verhältnisse in Frage stellen. Städte sind Produkte eines harten und bunten gesellschaftlichen Diskurses und so gesehen ist es selbstverständlich wenn wir mit ihren Entwicklungen, in den verschiedenen Facetten, ab und an unzufrieden sind. Es ist gar folgerichtig, dass die gewonnenen Perspektiven auf die Stadt fortwährend kritisch bewertet werden.

StadtplanungsstudentInnen zum Beispiel haben nach ihren Möglichkeiten etablierte Akteure und ihre Handlungsweisen zu hinterfragen. Sie sind jung in ihren Ideen, nah am urbanen Treiben und Spezialisten in Sachen Zukunftsmusik. Und auch der experimentelle studentische Charakter ist für die Planung zu gewinnen. Der, in Gründung stehende, Stadtplanungsladen möchte hier ansetzen und Raum für neue Wege schaffen. Fern von Noten, Praktikumszeugnissen wie ohne Angst vor beruflichen Konsequenzen sollen Perspektiven aus der Lust zur Berufung entstehen. Worum es gehen muss, ist die studentische Freiheit und Euphorie mit der gängigen Routine auf dem Planermarkt zu konfrontieren. In unabdingbarer Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Erfurt werden daher Module definiert, in welchen StudentInnen Fragestellungen, Ziele, Organisation und Beurteilung eigenverantwortlich erarbeiten, um der angeführten Idee nachzukommen.

Der Stadtplanungsladen soll als Plattform dienen. Er ist Anlaufpunkt, Netzwerk, Arbeitsstätte, Denkfabrik und Galerie in einem. Etablierte Arbeitsweisen sollen reflektiert, Entwicklungsprojekten eine studentische Perspektive zugearbeitet, gemeinnützige Organisationen beraten und mit zeitgemäßen Medien gegenwärtige Themen diskutiert werden.

 

plan

Um die Idee des Stadtplanungsladens konkret werden zu lassen bedarf es einer klugen Finanzierung wie eine stetige Verzahnung mit den Hochschulen und der Praxis. Es muss zudem Ziel sein fachlich, kulturell und institutionell möglichst breit aufgestellt zu sein - ein Abbild verschiedenster Biografien.

Die Finanzierung des Projekts Stadtplanungsladens soll primär durch Vereinsbeiträge erfolgen. Den Grundstein sollen aktive wie passive Mitglieder stellen, wobei sich erstere wohl zu einem größeren finanziellen Beitrag verpflichten müssten. Im Rahmen möglicher Projekte ist Zuwendungen mit einer (planerischen) Gegenleistung zu begegnen. Die Gemeinnützigkeit jeglicher Tätigkeiten ist zu gewähren. Die Grundidee der studentischen Freiheit verbietet die Entstehung einer Konkurrenzsituation zu Planungsbüros oder anderen Institutionen.

Damit sich der Stadtplanungsladen als Ort für alternative studentische Arbeiten verstehen kann, ist die direkte Nähe zu Hochschulen eine Grundvoraussetzung. Insbesondere sind sie als beratende Partner auf Dauer zu gewinnen. Gemeinsam mit der Fachhochschule Erfurt konnten hierfür bereits Strukturen erprobt werden. Beispielsweise ermöglicht der Studiengang Stadt- und Raumplanung ein Modul (Modul DAFÜR), welches Studierenden größtmögliche Freiheiten bietet und bereits großartige Ergebnisse hervorgebracht hat. Derart Angebote sind als wegweisend zu verstehen. Es ist von Bedeutung sowohl DozentInnen der Planungslehrkörper als auch letztere selbst für die hier beschriebene Idee gewinnen zu können. Die Aufgabe des Stadtplanungsladens ist es, dass hierfür benötigte Format zu erarbeiten.

Um ein solches Format garantieren zu können, bedarf es einer weiteren (selbstbestimmten) Zusammenarbeit mit der Praxis. Vorstellbar ist für lokale Wohnungsunternehmen Beteiligungsverfahren durchzuführen, für Kommunen an Stadtentwicklungskonzepten zu arbeiten, für Bürgerinitiativen fachlich beratend zu agieren und vieles mehr. Es kann hierbei jedoch nicht um die Durchführung routinierter Prozesse gehen, es sind vielmehr andere Arten des Dialogs und mutige Konzeptionen zu finden.